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Cornelia Hohenegg, sichtbar anders*

*Design, das wirkt. Auftritt, der passt – mit WordPress, Canva und Klarheit.

SEO & Sichtbarkeit

Suchintention verstehen – warum das Keyword allein nicht reicht

Du hast ein Keyword gefunden, das zu dir passt. Gut. Aber weißt du auch, was jemand eigentlich will, wenn er diesen Begriff bei Google eingibt?

Genau darum geht es bei der Suchintention – und sie ist einer der wichtigsten Faktoren, wenn du entscheidest, wie du eine Seite aufbaust und welche Inhalte du dort zeigst.

Die vier Typen der Suchintention

Google unterscheidet grundsätzlich vier Arten, wie jemand sucht:

Wer informieren möchte, sucht nach Wissen – Anleitungen, Ratgebern, Definitionen. Diese Art der Suche findet oft am Anfang eines Entscheidungsprozesses statt. Wer deine Seite in dieser Phase findet, will noch nicht kaufen. Er will verstehen.

Wer eine konkrete Handlung plant, sucht transaktionsorientiert – mit klarer Kauf- oder Downloadabsicht. Hier zählt Klarheit: Was bekomme ich? Was kostet es? Wie komme ich dazu?

Wer navigiert, nutzt Google als Sprungbrett – er sucht eine bestimmte Marke, ein Unternehmen oder eine Unterseite, die er schon kennt.

Und dann gibt es noch die Markensuche – jemand hat von dir gehört, vielleicht über einen Artikel oder eine Empfehlung, und googelt jetzt direkt deinen Namen.

Warum das für deine Website entscheidend ist

Wenn du verstehst, mit welcher Absicht jemand auf deine Seite kommt, kannst du deine Inhalte viel gezielter gestalten. Jemand, der sich erst informieren will, braucht keine Preisliste auf der Startseite – er braucht Antworten, Orientierung und das Gefühl, dass du weißt, wovon du redest.

Jemand mit konkreter Kaufabsicht hingegen will schnell zum Punkt kommen: Was bietest du an, für wen ist es geeignet und wie kann er dich erreichen?

Das bedeutet: Unter Umständen brauchst du für ein und dasselbe Thema verschiedene Seiten – je nachdem, in welcher Phase sich dein Besucher befindet.

Der regionale Aspekt

Ein Punkt, der oft vergessen wird: der regionale Bezug. Gerade für Selbstständige und kleine Unternehmen ist die Kombination aus Thema und Ort ein wichtiger SEO-Hebel. Wer lokal gefunden werden möchte, sollte das auch in seinen Inhalten zeigen.

Auf den Punkt

Bevor du eine Seite optimierst, stelle dir immer diese Frage: Was will jemand wirklich, wenn er diesen Begriff sucht? Die Antwort darauf entscheidet über Struktur, Inhalt und Tonalität – und damit darüber, ob deine Seite das liefert, was Google als relevantes Ergebnis einstuft.

SEO in der Praxis – so gehe ich bei der Optimierung vor

SEO hat viele Facetten – und es ist leicht, sich darin zu verlieren. Deshalb helfe ich dir hier mit einem klaren Prozess, den du Schritt für Schritt durcharbeiten kannst.

Schritt 1: Den Ist-Stand analysieren

Bevor du irgendetwas änderst, schaust du dir an, wo du gerade stehst. Dafür nutze ich Google Search Console, Analytics oder Matomo. Diese Tools zeigen dir, welche Seiten bereits gut funktionieren, welche Seiten Potenzial haben und wo Besucher abspringen.

Jede Website sendet Signale – du musst nur lernen, sie zu lesen. Dabei unterscheide ich zwischen Domainsignalen, Markensignalen, Website- und Nutzersignalen. Und zwischen Onpage-Optimierung – also dem, was direkt auf deiner Website passiert – und Offpage-Optimierung, also allem, was von außen auf deine Seite verweist.

Schritt 2: Inhalte überarbeiten

Wenn du weißt, welche Seiten relevant sind, geht es an die Überarbeitung:

Dein wichtigstes Keyword platzierst du im ersten Absatz und in den Überschriften – aber ohne zu übertreiben. Schreibe für deine Zielgruppe in klarer, verständlicher Sprache. Google erkennt inzwischen sehr gut, ob ein Text für Menschen oder für Suchmaschinen geschrieben wurde.

Verlinke deine Inhalte intern sinnvoll, pflege Title und Meta-Description und erstelle für jede Seite ein aussagekräftiges Snippet – das ist der Text, den potenzielle Besucher bei Google als erstes sehen.

Schritt 3: Bilder optimieren

Bilder sind ein unterschätzter SEO-Faktor. Benenne deine Bilder sinnvoll – nicht „IMG_1234.jpg“, sondern einen Begriff, der den Inhalt beschreibt. Nutze moderne Dateiformate wie WebP, die schneller laden. Und räume regelmäßig deine Mediathek auf – nicht verwendete Bilder verlangsamen deine Website.

Schritt 4: Technisches im Blick behalten

Entferne Plugins, die du nicht mehr nutzt oder nicht kennst. Das ist nicht nur für die Performance wichtig – es ist auch ein Sicherheitsaspekt. Jedes aktive Plugin ist eine potenzielle Angriffsfläche.

Schritt 5 – GEO SEO: sichtbar werden in KI-Suchantworten

Neben der klassischen Google-Suche verändert sich gerade etwas Grundlegendes: Immer mehr Menschen stellen ihre Fragen nicht mehr nur bei Google – sondern direkt bei KI-Tools wie ChatGPT, Perplexity oder dem Google AI Overview, das inzwischen direkt über den Suchergebnissen erscheint.

Das bedeutet: Es reicht nicht mehr allein, bei Google auf Seite 1 zu stehen. Du solltest auch dort auftauchen, wo KI-Systeme Antworten generieren. Das nennt sich GEO SEO – Generative Engine Optimization.

Was sich dabei verändert, ist weniger das Grundprinzip als die Konsequenz daraus: KI-Systeme bevorzugen Inhalte, die klar strukturiert sind, eine konkrete Frage beantworten und als vertrauenswürdige Quelle erkennbar sind. Ein Text, der um den heißen Brei herumschreibt, wird von einer KI nicht zitiert.

Konkret bedeutet das für deine Inhalte:

Beantworte eine Frage pro Seite klar und direkt – am besten schon im ersten Absatz. Verwende Zwischenüberschriften, die wie echte Fragen klingen, weil KI-Systeme genau danach suchen. Schreibe in kurzen, verständlichen Sätzen ohne unnötigen Fachjargon. Und zeige durch Erfahrung und Praxisbeispiele, dass du weißt, wovon du redest – das ist das, was KI als Vertrauenssignal wertet.

GEO SEO ist keine Ablösung von klassischer SEO – es ist eine Erweiterung. Wer gute Inhalte für Menschen schreibt, ist bereits auf dem richtigen Weg.

SEO ist ein Prozess, kein Ergebnis

Der wichtigste Satz zum Schluss: Du wirst nie fertig sein. Und das ist gut so. Wer SEO als laufende Aufgabe versteht und seine Inhalte regelmäßig überarbeitet, wird langfristig sichtbarer – nicht durch einen einmaligen Sprint, sondern durch Kontinuität.

→ Welche Rolle die Suchintention dabei spielt, erkläre ich im nächsten Beitrag.

SEO von Anfang an richtig denken – meine Haltung dazu

SEO klingt oft nach Technik, nach Checklisten und nach Algorithmen. Dabei fängt es für mich an einem ganz anderen Punkt an: mit der Frage, für wen ich eigentlich schreibe.

Relevante Inhalte entstehen nicht, um bei Google zu erscheinen. Sie entstehen, um mit der richtigen Zielgruppe in Kontakt zu treten – und zu zeigen, welche Lösungen du anbietest und wie du bei der Lösungsfindung unterstützen kannst.

Was SEO wirklich bedeutet

Suchmaschinenoptimierung hat ein klares Ziel: dass du langfristig von deiner Zielgruppe gefunden wirst. Nicht einmalig, nicht kurzfristig durch einen Trick – sondern dauerhaft, weil deine Inhalte relevant sind und Vertrauen aufbauen.

Das bedeutet aber auch: SEO ist kein Projekt, das irgendwann abgeschlossen ist. Deine Seiten verändern sich, dein Angebot entwickelt sich weiter und die Fragen deiner Besucher wandeln sich. Deshalb ist SEO ein stetiger Prozess – kein einmaliger Aufwand.

Der richtige Einstieg: deine Zielgruppe verstehen

Bevor du auch nur ein Keyword recherchierst, lohnen sich diese Fragen:

Was beschäftigt deine Zielgruppe gerade? Nach welchen Lösungen sucht sie? Wie kannst du sie dabei unterstützen? Und welche Kontaktpunkte hast du zu ihr – online wie offline?

Wenn du diese Fragen beantwortet hast, wird Keyword-Recherche plötzlich viel einfacher. Du suchst nicht mehr nach Begriffen, die gut klingen – du suchst nach den Worten, die deine Zielgruppe tatsächlich verwendet.

Was du dir merken solltest

Schreibe für Menschen, nicht für Google. Verwende eine klare, verständliche Sprache. Zeige Lösungen. Und überarbeite deine Inhalte regelmäßig – nicht weil Google das mag, sondern weil deine Zielgruppe es verdient, immer aktuelle und hilfreiche Informationen zu finden.

→ Wie der konkrete SEO-Prozess aussieht, zeige ich dir im nächsten Beitrag.

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